Donnerstag, 14.12.2017 05:00 Uhr

SIKO-Zwischenlandung in München

Verantwortlicher Autor: Andi Schmidt München (D), 01.03.2016, 00:37 Uhr
Presse-Ressort von: Andi Schmidt Bericht 4768x gelesen
Regierungsjet am Flughafen München
Regierungsjet am Flughafen München  Bild: Andi Schmidt www.andi-schmidt-aviation.de

München (D) [ENA] Im Monat Februar sind sie wieder alle in München. Deutlich erkennbar an den vielen Regierungsjets am Vorfeld und dem erhöhten Sicherheitsaufgebot am Flughafen München. Die Munich Security Conference, kurz MSC oder auch *Sicherheitskonferenz* genannt, tagt für ein paar Tage in der Landeshauptstadt.

Zum 52sten Male findet nun dieses Treffen statt. Austragungsort ist seit vielen Jahren das Hotel *Bayerischer Hof* in der Innenstadt. Gefühlt ist fast die ganze Welt zu Gast in München. Viele Jahre zuvor war es unter der Bezeichnung *Wehrkundetagung* hauptsächlich eine Tagung der NATO-Partner. Klassisch waren damals die Themen rund um den sogenannten *Kalten Krieg* mit dem anscheinend allgegenwärtigen Gefahrenpotential zwischen Ost und West.

Teilnehmer Russland
Teilnehmer Russland
Teilnehmer Russland
Teilnehmer Russland
Teilnehmer Russland
Teilnehmer Russland

Die *halbe* Welt trifft sich in München

Macht und Ohnmacht, Atomwaffen und deren Bedrohung waren für viele Jahre die heiklen Gesprächsinhalte. Doch so simpel, einfach und klar ist die heutige Welt nicht mehr. Die Terroranschläge von 9/11 veränderten das gegenwärtige Feindbild der westlichen Welt auf einen Schlag. Neu hinzugekommen ist der Ukraine-Konflikt seit 2014, die Machenschaften des sogenannten *Islamischen Staat* und brandaktuell der Syrien-Krieg und deren Folgen für die Europäer. Entsprechend der aktuellen *Syrien-Situation* finden nun auch Delegationen aus dem arabischen Raum *Gehör* bei der Sicherheitskonferenz in München.

Die Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft: Deutschland, Frankreich, USA, England, Niederlande, Belgien, Türkei, Italien, Spanien, Schweiz, Russland, Finnland, Kanada, Polen, Ungarn, Norwegen, Schweden, Dänemark, Luxemburg, Griechenland, Österreich, Oman, Bahrain, Kuwait, Pakistan, Jordanien, Afghanistan, Irak, Syrien, Saudi Arabien, Iran, Brasilien, Estonia, Ghana, Kongo, Tunesien, Albanien, Ukraine, Litauen, Kurdistan, China, Japan, Korea, Singapur, Island, Jordanien, Indien, Tschechien, Estland, Rumänien, Bulgarien, Azerbaijan, Mazedonien, Serbien, Moldawien, Slowenien, Kroatien, Bosnien u.Herzegowina, Montenegro, Georgien, Somalia, Ägypten, Marokko, Äthiopien, Nigeria, Libyen, Libanon, Qatar, Vereinigte Arabische Staaten, Israel.

Teilnehmer USA
Teilnehmer USA
Teilnehmer USA
Teilnehmer Emirat Qatar
Teilnehmer Kuwait
Teilnehmer Mazedonien

Harte Zwischentöne in den Tagungen

Die Vertreter und Teilnehmer sind der offiziellen MSC-Liste entnommen. Da nicht alle Tagungsteilnehmer per Linienflug sondern teilweise mit eigenen Regierungs- und Firmenflugzeugen angereist sind, füllte sich das Vorfeld mit interessanten und nicht oft in München anwesenden Maschinen. Harmonisch und neutral parken die Jets in einer Reihe. Hier bestimmt die Bodenkontrolle des Flughafens die Anordnung und hält somit die Regie bezüglich der Parkposition entsprechend der Typen-Größe und des Abfluggewichtes. Nicht ganz so harmonisch waren diesmal einige Gespräche während der Konferenz. Ein Teilnehmer aus Russland sprach von dem Beginn eines *neuen kalten Krieges*.

Sein Land werde seit Monaten stark isoliert. Tatsächlich war Russland im Juni 2015 nicht zum *Gipfel-Treffen* im bayrischen Elmau eingeladen. Als direkte Reaktion auf den Ukraine-Konflikt. Konferenz-Organisator Wolfgang Ischinger war mit den getroffenen Vereinbarungen bzw. Annäherungen einiger Delegationen in seinem Abschluss-Statement sehr zurückhaltend ja nahezu enttäuscht. Eine leicht positive Entwicklung sah er in den Gesprächen zwischen Russland und USA bezüglich des Krieges in Syrien.

Teilnehmer Österreich
Teilnehmer Italien
Teilnehmer England
Teilnehmer Georgien
Teilnehmer Bulgarien
Teilnehmer Ukraine

Die Macht der Worte dürfen nicht verhallen

Viele Menschen sehen keinen Sinn in Treffen dieser Art wie in München zur Sicherheitskonferenz. Persönlich finde ich es wichtig, dass Gespräche generell stattfinden. Da sich die Außenminister von Russland und USA für ein Gruppenbild die Hände reichen wirkt dies doch sehr zuversichtlich und trägt zur Entspannung derzeitiger Differenzen bei. Aber es müssen noch weitere Gespräche mit Lösungen von aktuellen und brisanten Konflikten stattfinden. Und so zieht die *Karawane* weiter nach Brüssel und anderen Städten und trifft sich hoffentlich wieder im Februar 2017 in München.

Teilnehmer USA
Teilnehmer Vereinigte Arabische Emirate (UAE)
Teilnehmer Litauen
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