Mittwoch, 16.08.2017 19:11 Uhr

Neuburg – Fliegerhorst bereitet sich vor

Verantwortlicher Autor: Andi Schmidt Neuburg-München (D), 01.04.2016, 06:59 Uhr
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Landung Eurofighter am Fliegerhorst Neuburg a.d.Donau
Landung Eurofighter am Fliegerhorst Neuburg a.d.Donau  Bild: Andi Schmidt www.andi-schmidt-aviation.de

Neuburg-München (D) [ENA] Der Termin steht bereits fest und ist mit 11. Juni 2016 im Kalender markiert. An diesem Tage findet zum zweiten Male der *Tag der Bundeswehr* bundesweit statt. Umfangreiche Vorbereitungen stehen für den Fliegerhorst in Neuburg an der Donau nun an. Man rechnet mit 100.000 Besuchern.

60 Jahre Bundeswehr, 55 Jahre Luftwaffen-Standort Neuburg und zehn Jahre Stationierung des *Eurofighter* am Fliegerhorst. Diese drei Jubiläen sollen am *Tag der Bundeswehr* entsprechend groß gefeiert werden. Geplant sind Flugvorführungen der aktuell bei der Luftwaffe, Marine und Heer eingesetzten Flugzeugmuster. Im *Static-Display* werden Jets aus früheren Zeiten zu sehen sein.

Himmelsstürmer mit Nachbrenner
Übung Luft-Betankung
Alarm-Rotte im NATO-Auftrag

Komplettsanierung der Start-/Landebahn

Für die militärischen und zivilen Angehörigen des Fliegerhorstes wird dieser Tag eine große aber nicht unlösbare Herausforderung bedeuten. Sehr viel Flexibilität und Engagement mussten die Mitarbeiter bereits Monate zuvor beweisen. Regulärer Flugbetrieb ist erst seit Oktober/November 2015 wieder in Neuburg möglich. Wegen umfangreicher Instandsetzungsarbeiten der kompletten Start- und Landebahn über einen Zeitraum von 20 Monaten musste vom Ausweichflugplatz Lechfeld bei Landsberg operiert werden.

In der ursprünglichen Planung hätte dieser Einsatz bzw. Notbehelf nur neun Monate dauern sollen. Etliche Bombenfunde als Altlasten des Zweiten Weltkrieges kamen bei den Sanierungsarbeiten zu Tage. Zudem konnte der damalige Fliegerhorst Kommodore Frank Gräfe kurzfristig noch die Notwendigkeit eines speziellen Anti-Rutsch-Belages als zusätzliche Option der Start/Landebahn durchsetzen. Durch eine EU-Richtlinie bezüglich eines fairen Wettbewerbes mussten diese Zusatzarbeiten als neue und freie Aufträge ausgeschrieben werden. Die Bauzeit für die zeitgleiche Errichtung eines neuen Kontroll-Towers erfolgte nach Plan.

Cockpit des Eurofighter mit markanten Vorflügel
Bremsspoiler bei der Landung
Wenige Meter zum *Touch-Down*

Oberst Gräfe - Nur 25 Monate Kommodore in Neuburg/Lechfeld

Nur knapp zwei Jahre war Oberst Frank Gräfe Kommodore und Befehlshaber über 1.000 Soldaten des *Taktischen Luftwaffengeschwaders 74* am Standort Neuburg. Ob seine öffentliche scharfe Kritik bezüglich der Planungsvorbereitung der Sanierungsarbeiten am Stützpunkt zu seinem raschen Wechsel nach Berlin ins Kommando Luftwaffe/Referat für fliegende Waffensysteme führte? Der *Ruf* nach Berlin – Lob oder Strafe?

Zitat gegenüber der Augsburger-Allgemeine: *Gräfe: Wenn’s nach mir gegangen wäre, hätte er auch später kommen können, weil das hier eine Traum-Verwendung ist, weil ich hier eine Personalverantwortung über 1000 Leute habe, weil ich hier selbst fliegen kann und weil das Umfeld in Neuburg toll ist. Deshalb hätte ich es hier auch noch länger ausgehalten.* Seit April 2015 führt nun Oberst Holger Neumann das Kommando, zuvor war er zwei Jahre der Stellvertreter des ehemaligen Kommodore *Gräfe*.

Alltag am Fliegerhorst Neuburg: Rückkehr...
...einer NATO-Alarm-Rotte in voller Bewaffnung...
...nach Fehlalarm im süddeutschen Luftraum.

Somit sind die Blicke der Öffentlichkeit aber auch von internen Führungsriegen auf den neuen Kommodore gerichtet. Dabei wird ein gutes Gelingen des *Tag der Bundeswehr* am 11. Juni als Groß-Event natürlich von Bedeutung sein. Einen positiven Rückhalt in den anliegenden Gemeinden hat der Standort Neuburg an der Donau ohnehin. Die 1.000 Bundeswehrangehörigen stellen doch einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor im Umfeld dar.

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