Mittwoch, 18.07.2018 10:57 Uhr

Helikopter-Parade

Verantwortlicher Autor: Andi Schmidt Innsbruck (A), 03.03.2018, 10:19 Uhr
Presse-Ressort von: Andi Schmidt Bericht 4823x gelesen
AS 350 Ecureuil am Flughafen Innsbruck
AS 350 Ecureuil am Flughafen Innsbruck  Bild: Andi Schmidt www.andi-schmidt-aviation.de

Innsbruck (A) [ENA] Eine wahre Heli-Parade zeigte sich am Flughafen Innsbruck. Anlässlich des österreichischen Nationalfeiertages am 26. Oktober letzten Jahres wurde wieder ein Flughafenfest abgehalten. Tausende von Besuchern feierten mit, Dutzende gönnten sich einen Rundflug im Hubschrauber.

Das Flughafenfest am Innsbrucker Flughafen hat Tradition. In 2016 noch ausgefallen wegen großflächiger Baumaßnahmen im Terminalbereich *Abflug* konnte nun in 2017 wieder in gewohnter Weise das Publikum begrüßt werden. Ein großer Teil des Vorfeldes wurde als Ausstellungsbereich für Fluggeräte des österreichischen Bundesheeres und den *Flying Bulls* genutzt. Der Parkplatzbereich vor dem Terminal fasste die ORF-Bühne mit Livemusik, Gastronomie, Kinder-Hüpfburg und Ausstellungsständen von Polizei und Feuerwehr.

AS 350 B-3 Ecureuil - Wucher Helicopter
AS 350 B-3 Ecureuil - Wucher Helicopter
AS 350 B-2 Ecureuil - Heli Austria

Perfekte Wetterbedingungen

Bedingt durch perfekte Wetterbedingungen an diesem 26.Oktober waren ungewöhnlich viele Helikopter für Rundflüge vor Ort buchbar. Entsprechend groß die Nachfrage der Zuschauer mit Maschinen von Heli Tirol, Wucher Helicopter und Sennair Helicopter für etwa 20 Minuten in die Luft zu gehen. Nahezu pausenlos waren die Helikopter am Starten; nur notwendige Tankstopps hielten die Maschinen für kurze Zeit am Boden. Zum Einsatz kamen die bewährten Helikopter vom Typ *Eurocopter AS 350 Ecureuil* in den Versionen *B-1*, *B-2* und *B-3*.

AS 350 B-2 Ecureuil - Heli Austria
AS 350 B-1 Ecureuil - Sennair Helicopter

AS 350 Ecureuil

Seit 1975 steht dieser Mehrzweckhubschrauber in Serienproduktion. Damals noch ein Produkt des Anbieters *Aerospatiale* aus Frankreich, veränderte sich jedoch im Laufe der Jahre der Firmenname in *Eurocopter* und nunmehr *Airbus Helicopters*. Der Typ *AS 350* wird mit einem sehr wartungsarmen *Turbomeca-Triebwerk* mit 740 PS und *Drei-Blatt-Rotor* betrieben; als *AS 355* existiert die zweimotorige Variante mit dem Plus an Leistung und Sicherheit durch den Doppel-Turbinen-Antrieb. Neben dem Piloten ist Platz in der Kabine für fünf bis sechs Passagiere. Das maximale Abfluggewicht liegt bei etwa 2,2 Tonnen, die Reisegeschwindigkeit beträgt ca. 240 km/h bei annähernd 500 km Reichweite.

EC135 T2 Eurocopter - ÖAMTC/Christophorus Flugrettung
EC135 P2 Eurocopter - Polizei/B.M.I.

Vielfältiger Einsatz

Verwendung findet der Hubschrauber weltweit beim Militär aber auch bei vielen zivilen Betreibern. Durch Einsätze in Höhen bis etwa 7.000 Metern ist dieser Helikopter ideal für alpine Operationen wie Bergrettung oder als Transporthubschrauber mit Außenlastbehälter und Löschwasser bei Waldbränden, der Versorgung von Berghütten mit Proviant und sonstigen Betriebsstoffen. Baumaterial für hochalpine Baustellen und der Abtransport von gefällten Bäumen zählen zu den Alltagsaufgaben. In den letzten Jahren wird betuchten Gästen vermehrt das sogenannte *Heli-Skiing* angeboten. Skifahrer werden in Höhen und Regionen transportiert, wo kein Ski-Lift oder Seilbahn den Bedarf des Freizeitvergnügens abdecken.

Hohes Risiko in den Alpen

Der Betrieb von Helikoptern in den Bergen fordert ein spezielles Anforderungsprofil an den Piloten. Rasch wechselnde Sichtbedingungen, Schneestürme, Hindernisse wie Stahlseile von Bergbahnen oder unübersichtliche Berghänge können nur erfahrene Piloten unfallfrei meistern. Wiederholt musste in den österreichischen Alpen von tragischen Unfällen mit Hubschraubern in den letzten Jahren berichtet werden. Teils durch Pilotenfehler oder einem technischen Defekt am Hubschrauber oder dem Außenlastträger. Für viele in Bergnot geratene Menschen sind die Helikopter jedoch die zuverlässige Rettung in letzter Minute. Die privaten Helikopter-Flugunternehmen bilden eine starke Union im Verbund mit der Christophorus Flugrettung und der Polizei.

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