Freitag, 20.10.2017 14:21 Uhr

A380 – Der große Airbus

Verantwortlicher Autor: Andi Schmidt München (D), 01.12.2016, 06:58 Uhr
Presse-Ressort von: Andi Schmidt Bericht 6297x gelesen
Großraum-Jet Airbus A380 von Emirates in München
Großraum-Jet Airbus A380 von Emirates in München  Bild: Andi Schmidt www.andi-schmidt-aviation.de

München (D) [ENA] Der A380 ist nicht mehr brandneu, doch sein Anblick ist immer noch imposant. Erster Linienflug der Singapore Airlines im Oktober 2007 nach über zwei Jahren Flugerprobung mit bis zu fünf Werksmaschinen. Mit 569 Tonnen Startgewicht ist der Airbus A380 ein Riese in der Zivilluftfahrt.

Fast ein jeder Europäer hat den A380 schon mal live an einem Flughafen oder in Bildern und Videos gesehen. Seit dem Erstflug im April 2005 absolvierten die ersten Testmaschinen eine sogenannte Typen-Erstlandung an vielen großen Flughäfen. Als erster europäischer Flughafen erhielt München bereits im April 2004 die offizielle Zulassung für den Verkehr mit Luftfahrzeugen vom Typ A380. Für die erfolgreiche Zertifizierung muss ein Flughafen interne infrastrukturelle Anforderungen erfüllen.

Eco-Class Bereich im unteren Flugdeck
Ein freundliches Lächeln und guter Service ist auch in diesem Bereich selbstverständlich
Vordere Sitzreihen sind für Reisende mit Baby und Kleinkindern optional vorgesehen
Der günstige Ticketpreis fordert eine dichte Bestuhlung
In dieser Sektion beginnt die Business-Class
Deutlich mehr Freiraum für den Passagier

Umbauten an vielen Flughäfen notwendig

Länge und Breite der Start- und Landebahn sowie deren punktuelle Belastbarkeit müssen dem erhöhten Anforderungsprofil an Gewicht entsprechen. Dies gilt ebenso für die vorhandenen Rollwege, den sogenannten *Taxiways* und den Abstellpositionen am Terminal. Mit einer Flugzeuglänge von 72,30 Meter und einer Flügelspannweite von 79,80 Meter in der Typen-Version A380-800 müssen sämtliche Kurvenradien sicher gemeistert werden. Die Einstiegs- bzw. Abfertigungs-Gates und Fluggastbrücken müssen mit dem Rumpfdurchmesser und Höhe des *Doppeldeckers* mithalten.

Für den Flughafen München mussten nur wenige bauliche Anpassungen an den Terminals vorgenommen werden. Für viele weitere Airports weltweit sind doch recht hohe Investitionen erforderlich um als *A380-Tauglich* in das Strecken- und Liniennetz diverser 380er-Airliner aufgenommen zu werden. Dabei nutzen die Airliner den 380er für die Verwendung/Ausbau als Luftverkehrs-Drehscheibe und Knotenpunkt. Mittels mehrerer Zubringer-Flüge von kleineren Flughäfen füllen sich die sogenannten *Hubs*. Für viele Fluggesellschaften ein wirtschaftlicher Operationsmodus im Vergleich zu teilweise schwach ausgelasteten und somit oft ungenügend rentablen Direktzielen.

Hier sitzen jeweils zwei Passagiere nebeneinander mit ausreichend Abstand zum Vordermann
Eigene Getränke-Box mit fester Ablage und flexibler Ansteuerung des Entertainment-Angebots
Sind die Sitze in Liegeposition gebracht finden auch die Beine ausreichend Platz
Über diese breite Treppe wird das Oberdeck erreicht
Servicepersonal begrüßt die Passagiere der First-Class
In der Begrüßungs-Lounge verweilen First-Class Reisende

Weitere Versionen sind derzeit zurückgestellt

Derzeit sind von 319 Bestellungen –Stand 30.April 2016, Quelle: Wikipedia/planespotters.net- bereits 195 Maschinen der Serie *A380-800* ausgeliefert und im Flugbetrieb. Der größte Operateur dieses Musters ist Emirates, danach folgen Singapore Airlines, Lufthansa, British Airways, Quantas, Air France, Korean Air, Etihad Airways, Thai Airways, Malaysia Airlines, Qatar Airways, China Southern Airlines und Asiana Airlines. Je nach Klassenkonfiguration in First-, Business- und Eco-Class bedeutet dies ein Passagiervolumen von 407 bis 615, zugelassen sind maximal 853 Sitzplätze resultierend aus Evakuierungstests während der Typen-Zulassung.

Die Fans von großen zivilen Flugzeugen spalten sich grob in zwei Lager. Die einen finden den 380er toll, für andere besticht nur der Jumbo-Jet, die amerikanische Boeing 747 an Eleganz und Performance. Planungen, einen Airbus A380 in einer Fracht- oder *gestreckten* Versionen auf den Markt zu bringen, liegen derzeit auf Eis. Zuviel Unsicherheit begleitet aktuell die Luftfahrtbranche. Insolvenzen von russischen Fluggesellschaften, Diskussionen und Kritik bezüglich *CO2-Zertifikaten* und Klimawerten dazu Wirtschaftlichkeit und Flugticketpreise begleiten das Thema.

Flugverkehr auf Kurzstrecke in der Kritik

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Treibstoff/Kerosin pro 100 geflogener Kilometer ist seit Jahrzehnten deutlich gesunken. Neue leichte Werkstoffe im Flugzeugbau und effizientere Triebwerke fördern die Öko-Bilanz; stehen aber vor allem im Kurzstreckenverkehr weit schlechter als Bus und Bahn und Straßenverkehr. Doch für Fernreiseziele bleibt das Flugzeug ohne wirkliche Alternative. Zur ILA-2016 in Berlin konnte wiederholt der Airbus A380 von Emirates im Rahmen eines Presse-Rundgangs besichtigt werden. Auch die Flugzeugkabine ist ein imposanter Anblick. Als Ausgleich von mangelnder äußerer Eleganz werden hier wieder Punkte für die europäischen Flugzeugbauer gesammelt. Herzlichen Dank an die ILA-Pressestelle von Emirates für den Presse-Rundgang!

Die Lounge beinhaltet ein gut sortiertes Angbot an Getränken und Snacks
Das Menü umfasst mehrere Gänge und reichlich Auswahl an Getränken
Mehrere Sorten an Brot und erlesene Weine gehören zur Vorspeise
Den Sitz-Nachbarn trennt eine Zwischenwand
Der persönliche Getränke-Kühlschrank ist gut bestückt
Keine störende Blicke in den Fluggast-Bereich durch Trennwände und Türen
Die Solo-Kabinen an der Flugzeug-Außenwand sind besonders exklusiv
Toiletten und Erfrischungsbereich für First-Class Gäste
Edles Ambiente und Ausstattung in Premiumklasse
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.