Montag, 17.12.2018 12:10 Uhr

Galerie Contemplor Wien

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 17.11.2018, 18:07 Uhr
Kommentar: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 4645x gelesen
Melik Arsllani
Melik Arsllani   Bild: Schura Euller Cook

Wien [ENA] Im schönen alten Palais Esterhazy in der Wiener Innenstadt hat sich die kleine Galerie Contemplor etabliert, die mit immer wieder interessanten Ausstellungseröffnungen ein kunstinteressiertes Publikum anzieht. In der Zwischenzeit hat sich die Galerien Szene in Wien fulminant entwickelt.

Eine äußerst lebendige und immer größer werdende "Community" von Nachtschwärmern, Kunst Fans, Bohemians, Studenten*innen und natürlich Sammlern und Sammlerinnen beleben Vernissagen und Eröffnungen. Neben den großen, renommierten Galerien, gibt es jede Menge neue und kleinere, die damit sozusagen für jeden Geschmack etwas anbieten. Zeitgenössische Kunst ist sicherlich im Moment en vogue und sie verlangt oft vom Betrachter eine Auseinandersetzung mit den Tiefen des Unbewussten. Das moderne Kunstwerk, dass oft als "das kann ich auch" verunglimpft wird, ist eigentlich sehr anspruchsvoll in der Analyse und verlangt ein fast meditatives Versenken in die Abgründe von Farben, Formen und Inhalten.

Der oft hohe Abstraktionsgrad erlaubt kein Anhalten an bekannte Muster und fordert den Beschauer zur radikalen Selbstständigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk. Das ist oft schwer und kann auch irritieren, denn wir sind gewohnt in festen Schemata zu sehen, hören oder denken. Irgendwo in diesen Bruchlinien passiert Kunst heute und sie hat den Kunst Betrieb nachhaltig verändert, aber auch aus der elitären Hochkultur technischer Perfektion herausgenommen und Kunst als Ausdruck von Persönlichkeit, jenseits von kunsttheoretischen Ansprüchen, möglich gemacht. Es ist der "raffinierte" Kunst Markt, die "invisible hand", die letztendlich ausschlaggebend für die Beurteilung und nicht zuletzt für den Preis ist.

Die Kunstschaffenden in ihrem ganzen menschlichen und seelischen Gestaltungsmöglichkeiten sind das eigentlich Wesentliche und gewissermaßen bleiben sie auf eine mystische Art immer mit ihrem Schaffen verbunden. Melik Arsllani, geboren 1966 in Dobridol, Mazedonien, studierte Bildende Kunst und stellt auch immer wieder in Österreich aus. So auch in der Galerie Contemplor 2018 mit Bildern aus seinem Zyklus "Spiritual Excitements", "Interior" und "Exterior". Hauptsächlich sind seine Ölgemälde Farbkompositionen. Auf einem bläulich nebeligen Hintergrund erscheinen wie Urgestalten unförmige, noch nicht zur Form gefundene Umrisse auf, in denen man etwas zu erkennen glaubt oder vielleicht doch nur dunkle Materie im unendlichen Kosmos sieht.

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